Aktive Lebenshilfe mit Hunden e.V.

Gemeinnütziger Verein seit 2001

Der Verein

Der Grundidee zur Gründung des Vereins ist eine über mehrere Jahre betriebener Arbeitsgemeinschaft voraus gegangen. Initiator dieser Arbeitsgemeinschaft war Werner Thierolf der gemeinsam mit einigen Menschen und deren gut erzogenen Hunden in dieser Gemeinschaft Besuchsdienste bei Menschen mit Handicaps organisiert und durchgeführt hat. Wie dankbar die besuchten Menschen diese Initiative aufnahmen und wie viel positive Impulse sie dabei in ihrem Alltag erfahren haben, überzeugte die Menschen in der Arbeitsgemeinschaft und bestärkte alle in der Gründung eines gemeinnützigen Vereins. Parallel dazu wurde das Bestreben diesen Verein ins Leben zu rufen noch über die Erfahrungen in der Erziehung von Therapie- und Behindertenbegleithunden bestärkt.

Chronik bis zur Gründung des Vereins

Am 31.03.1998 trafen sich auf Einladung von Werner Thierolf in Breuberg/Sandbach im Gasthaus zur Sonne 13 interessierte Menschen zu einer Eröffnungsversammlung. Ziel der Versammlung war die Gründung eines Interessenkreises Hunde helfen Menschen.
Dass ein Tier dem Herzen Wohl macht, wußte schon Walther von der Vogelweide vor über 700 Jahren zu schätzen, waren die ersten Worte von Werner Thierolf in seiner Eröffnungsrede. Der Hundetrainer und Verhaltensberater beschäftigte sich schon geraume Zeit mit dem Thema Servicehunde. Ganz besonders aber hatten es ihm Therapiebegleithunde und Behindertenbegleithunde angetan. Auslöser für die Interessenkreisinitiative war die Ausbildung des Therapiebegleithundhundes Benny von Heiko Birkenstock, einem jungen Ergotherapeuten, der sich bezüglich einer normalen Erziehung hilfesuchend an die Hundeschule Thierolf wandte. Man profitierte in der Arbeit mit Benny dahingehend voneinander, dass ein Wissensaustausch stattfand, der in der Gründung eines Interessenkreises mündete.
Man hatte sich Ziele gesetzt, die wie folgt aussahen:

- positive Öffentlichkeit für den Hund
- Sensibilität im Umgang mit Tieren stärken
- Hunde besser verstehen lernen
- Gesundheitliche Vorteile für den Menschen im Zusammenleben mit Tieren fördern
- Hilfe für bedürftige Menschen durch den Hund als Cotherapeut
- Erlernen einer sinnvollen praxisorientierten Arbeit im Therapieeinsatz
- Förderung des Besuchs-/ und Therapiehundeeinsatzes
- Betreuung von Patenfamilien und Vorbereitung der Erziehung von Behindertenbegleithunden

Es wurden bei dieser Eröffnungsveranstaltung Fachbetreuungen zur zielgerichteten Therapie ausgesucht, auf deren fachliche Kompetenz bezüglich eines Therapieeinsatzes für bestimmte Menschengruppen zurückgegriffen wurde. Zur weiteren Erziehung der Hunde gab es eine Fachbetreuung für Hunde und für die Gesundheitsüberwachung eine tierärztliche Betreuung.
In Zusammenarbeit mit der Integra Erbach und Mümling-Grumbach entwickelten sich Besuchsdienste und der Treffpunkt Hund und Mensch, bei welchem sich monatlich eine Gruppe Menschen mit Handicaps mit im Interessenkreis ausgewählten Teams trafen. Ein Höhepunkt war in der Entwicklung sicherlich die erste Informationstagung am 13.05.2000, bei welcher die interessierte Bevölkerung Vorträge von Mitgliedern des Interessenkreises, dem Geschäftsführer der Integra und Herrn Dr. Fleig der Kynos Stiftung Hunde helfen Menschen hören konnte. Die Tagung war auch der Beginn zur Zusammenarbeit mit der gleichnamigen Kynos Stiftung. Im Februar 2001 konnte der 1. Patenhund, ein schwarzer Labrador mit dem Namen Joschi, an die Patenfamilie Schmutzler übergeben werden. Joschi wurde von der Züchterin Silvia Fröhlich gestiftet und von Werner Thierolf ausgesucht und auf Eignung getestet. Der Patenhund entwickelte sich prächtig und wertvolle Erfahrungen für die weitere Arbeit konnten gemacht werden.
Für die Team-Arbeit für Besuchsdienste wurde von Werner Thierolf und Heiko Birkenstock ein Schulungskonzept entwickelt, welches Grundlage zur Durchführung der ersten Team-Schulung war. Inhalt dieser Schulung war zum Beispiel auch ein Wesenstest für Hunde, womit eine grundsätzliche Eignung festgestellt werden konnte.
Um eine ernsthafte Öffentlichkeitsarbeit betreiben zu können und das Vorhaben der praktischen und finanziellen Unterstützung des Einsatzes von Hunden im Therapiedienst, die Vorbereitung und Erziehung von Behindertenbegleithunden zu sozial vertretbaren Preisen weiter entwickeln zu können, führten zu dem Entschluss der Gründung eines gemeinnützigen Vereins, dessen Gründungsversammlung am 06.07.2001 im Sunshine Inn in Breuberg stattfand. 12 Personen gründeten an diesem Tag den Verein Aktive Lebenshilfe mit Hunden, für den die Gemeinnützigkeit im September 2001 genehmigt und die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Michelstadt unter VR 879 vorgenommen wurde. Der Vorstand des Vereins mit dem Sitz in 64739 Höchst setzte sich zusammen aus:

- dem Vorsitzenden Werner Thierolf
- der Schriftführerin Andrea Kampfmann
- der Schatzmeisterin Ingrid Mohr
 


Ziele des Vereins

1. Öffentlichkeitsarbeit

Der Hund ist besonders durch unsachgemäße Haltung und der damit verbundenen mangelhaften Erziehung ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gerückt. Durch die Presse und Medien geschürt, werden heute nicht selten Mensch-Hunde-Teams in der Öffentlichkeit von ihren Mitmenschen ~Dangemacht~S und ungerecht behandelt. Zu Aktionen dieser Art trägt nicht nur die Unwissenheit vieler Menschen um den Hund bei sondern auch neue sowie geplante Gesetze, die zukünftig von Hundehaltern einen Sachkundenachweis zur Haltung und Führung eines Hundes zur Vorlage bei örtlichen Ordnungsämtern fordern.
Ein Ziel des Vereins ist hier Beratungs- und Aufklärungsarbeit zu leisten, die im Bereich Odenwald/Bergstraße den Hund wieder ins richtige Licht rücken soll. Gleichzeitig sollen Hundehalter und Menschen ohne Hund mit der Arbeit des Vereins gezeigt bekommen, dass Hunde im Therapieeinsatz sowie im Servicebereich als Stütze für Menschen mit Handicaps wertvolle Hilfe leisten können.
Beispiele hierfür sind:
- Besuche von Kindergärten sowie Schulen und damit kindgerechte fachliche Vorträge zu dem Hund
- Beratung per Telefon und in Vorträgen zur Anschaffung und Erziehung eines Hundes
- Information der Öffentlichkeit über das Infoblatt ~DBENNY~S zur Arbeit des Vereins
- Unterschiedliche Aufklärungsveranstaltungen


2. Mensch-Hunde-Teams im Therapieeinsatz

Ein weiteres Ziel des Vereins ist interessierte Menschen mit ihren Hunden für den Therapieeinsatz vorzubereiten und entsprechend der Eignung der Teams zum Therapieeinsatz zu bringen. Hierbei ist es bei dem Hund unerheblich, wie allgemein üblich, ob es sich um einen Golden- oder Labrador Retriever handelt. Alle Hunde können eine Hilfe für Menschen sein. Einsatzgebiete sind hier:

- Besuche durch Einzelteams in Altenwohnheimen, Wohn- und Therapieeinrichtungen für Menschen
- Gruppenarbeit mit ausgewählten Menschen aus Therapieeinrichtungen (Treffpunkt Hund und Mensch)
- Besuchsdienste für Einzelpersonen


3. Ausbildung von Behindertenbegleithunden

Zu dem Überbegriff Servicehunde zählen alle Hunde, die für besondere Zwecke im Einsatz mit Menschen erzogen worden sind. Dies können sein:

- Blindenführhunde
- Therapiebegleithunde
- Behindertenbegleithunde
- Signalhunde
- Epilepsiehunde

Ein wesentliches Ziel des Vereins ist nicht nur auf Anfragen von Menschen beratend Hilfe zu bieten sondern auch praktische Mithilfe zur Vorbereitung der Hunde auf dem Gebiet der Behindertenbegleitung zu leisten. Um hier das Ziel verwirklichen zu können wird eine bundesweite Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Institutionen und Gruppen angestrebt. Derzeit arbeitet der Verein bereits mit der Kynos Stiftung zusammen. Aufgabenbeschreibung:

- Suche und Auswahl von Patenfamilien und Züchtern
- Betreuung der Patenfamilien
- Organisation zur weiteren Erziehung des Hundes
- Reaktionen auf Anfragen von Menschen, die einen Behindertenbegleithund suchen
- Gegebenenfalls einen Anforderungskatalog mit Klienten ausarbeiten
- Nachbetreuung von Klienten in dem Gebiet Odenwald/Bergstraße

 

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